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Olivenöl
Gesund essen | Qualitätsmerkmale | Anbau und Ölgewinnung

Gesund essen mit Olivenöl
Es gibt nur sehr wenige Dinge, die viele Vorteile, jedoch keinen einzigen Nachteil haben. Olivenöl gehört zweifellos dazu.
Sicherlich stehen für die meisten von uns die "sensorischen" Freuden im Vordergrund. Wer jemals erntefrisches Öl auf Weißbrot genossen hat, weiß, wovon die Rede ist.
Für viele Menschen ist jedoch der gesundheitliche Aspekt genauso wichtig. Die tägliche Einnahme von ca. 2-3 Esslöffeln hochwertigen Olivenöls ...
- beugt Herzinfarkten vor
- senkt die Cholesterinwere
- schützt vor Krebs (spez. Brustkrebs, Speiseröhrenkrebs)
- hilft dem Magen
- fördert die Verdauung
- regt den Gallenfluss an
- macht schlank
- hält jung (Zellschutz vor "freien Radikalen")
Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie hochwertiges und nicht erhitztes Olivenöl verwenden. Ein möglichst hoher Anteil an Polyphenolen und einfach ungesättigten Fettsäuren spielt hier die wesentliche Rolle.
Authentische "extra vergine" Qualität
Kaum 10% der als "extra vergine" deklarierten Öle verdienen dieses Prädikat.
Nur wenn die folgenden Informationen vorliegen bzw. Kriterien erfüllt sind, handelt es sich um ein authentisches "extra vergine" :
- Eindeutige Herkunft nach Land und Region
- Eindeutiges Erntejahr
- freie Fettsäure < 0,8 %
- durch ausschließlich mechanische Verfahren bei max. 30 o C erzeugt
- Welche Olivensorte(n) (einsortig, mehrsortig)
- Erzeuger und Abfüller (sollte identisch sein)
- Paneltest bestanden ?
Näheres zum Paneltest (www.olivenoel-info.net)
... und natürlich, ob es Ihnen schmeckt ! Hier hilft nur Probieren!
Anbau und Ölgewinnung
Die Qualität eines Olivenöls hängt ganz entscheidend davon ab, in welcher Weise Anbau, Ernte und Pressung erfolgen.
| Traditionelle, qualitätsorientierte Ölgewinnung | Preis- und mengenoptimierte Ölgewinnung |
| Kleine Kulturen in Nachbarschaft (z.B. Zitrusfrüchte), Bodenbewuchs, "lebendiger" Boden | Große Monokulturen, chemisch unkrautfrei gehalten, toter Boden |
| Bei Bioanbau völliger Verzicht auf Chemie | Bioanbau nicht möglich |
| Traditionell keine Bewässerung, da Wasser in der Regel knapp ist | Bewässerung, mancherorts mit schlimmen Folgen für die Region |
| Handernte, schont Baum und Frucht | Maschinelle Ernte |
| Selektive Ernte: verdorbene Früchte können aussortiert werden | Wahllose Ernte: "alles kommt rein" |
| Pressung erfolgt qualitätsorientiert: niedrige Temperatur, begrenzter Pressdruck | Pressung erfolgt mengen- und zeitoptimiert: max. Temperatur, hoher Pressdruck |
| Das Öl hat keine Nachbehandlung nötig, ist "extra nativ" und übertrifft die gesetzlichen Standards mühelos, jahrgangsbedingte Schwankungen sind unvermeidlich | Das Öl muss in der Regel erhitzt und/oder chemisch behandelt und mit höherwertigen Ölen verschnitten (gestreckt) werden, um die gesetzlichen Mindeststandards zu erfüllen |